Wissen
Was ist PMDS?
PMDS steht für prämenstruelle dysphorische Störung: eine stärkere, vor allem psychisch ausgeprägte Form prämenstrueller Beschwerden. Sie ist eine anerkannte, in der ICD-11 beschriebene Erkrankung, keine Einbildung und keine Charakterschwäche.
Abgrenzung zu PMS
Bei PMS treten körperliche und psychische Beschwerden in den Tagen vor der Periode auf und bessern sich mit der Blutung. Bei PMDS stehen starke psychische Symptome im Vordergrund: tiefe Verstimmung, Reizbarkeit bis hin zu Wut, ausgeprägte Stimmungsschwankungen, Angst und Anspannung. Sie belasten Beziehungen, Familie, Beruf oder Studium spürbar, der Übergang von PMS zu PMDS ist dabei fließend.
Es hat einen Namen
Viele Betroffene erleben über Jahre, dass ihre Beschwerden als Launen abgetan werden. Deshalb ist der Name wichtig: Was du erlebst, ist medizinisch beschrieben und hat eine Erklärung. Die Symptome kommen zyklisch, in den Tagen vor der Periode, und klingen mit der Blutung wieder ab. Sie sind zyklisch, nicht deine Persönlichkeit. Du bist in den übrigen Tagen des Zyklus nicht plötzlich ein anderer Mensch geworden.
Abklärung und Unterstützung
Wenn du dich hier wiedererkennst, sprich mit deiner gynäkologischen Praxis oder einer psychotherapeutischen Praxis darüber. Fachlich üblich ist, den zeitlichen Zusammenhang mit dem Zyklus über mindestens zwei Zyklen täglich zu dokumentieren: Diese Übersicht ist die Grundlage, auf der Ärztinnen und Therapeuten deine Beschwerden einordnen und mit dir über Möglichkeiten sprechen können. Wie das geht, liest du hier: Zyklustagebuch führen
Wenn es dir gerade sehr schlecht geht, ist die Telefonseelsorge 0800 111 0 111 kostenlos und rund um die Uhr verfügbar.